UPDATE - LANDWIRTSCHAFTSPROJEKT
März 2026
Auf unserer Projektfarm in Barabise haben wir sehr erfolgreich mit der Herstellung von wunderschönem Büttenpapier begonnen. Es ist nicht nur sehr beliebt bei Touristen aus aller Welt, sondern wird in Nepal für alle Dokumente des Staates verwendet, da es fälschungssicher ist. Sogar die japanische Regierung bestellt das Papier aus Nepal für seine Geldscheine!
Also auch hier wieder ein gutes Beispiel für ein sicheres und ertragreiches Einkommen der Dorfbevölkerung. Direkt auf den Feldern werden in großen Fässern verschiedene Naturmaterialien wie Baumrinde aufgekocht. Ohne Zusatz von Chemie wird die Masse mit Leim vermischt und anschließend in Gitterrahmen in der Sonne getrocknet. In Nepal findet das Papier außerdem Verwendung bei religiösen Zeremonien.
Die Bilder zeigen, wie Baumrinde für das Büttenpapier gewonnen wird.


März 2026
Um nachhaltiges Einkommen und Eigenständigkeit zu fördern, hat Dil Bahadur Thami, ein engagiertes Mitglied von Kalinchowk Mahila Krishak Samuha, mit finanzieller Unterstützung seine Imkerei ausgebaut. Dank eines Mikrokredits in Höhe von 40.000 NPR verfügt er nun über die Mittel, um sein Imkerei-Unternehmen weiter zu etablieren und auszubauen.
Die Imkerei bietet eine vielversprechende Lebensgrundlage, die nicht nur Honig liefert, sondern auch Bestäubung, Biodiversität und die lokale Landwirtschaft fördert. Dank der finanziellen Unterstützung kann Dil Bahadur in neue Bienenstöcke, notwendige Ausrüstung und Schulungen investieren und so eine solide Grundlage für sein neues Unternehmen schaffen.
Diese Aktivität spiegelt unser Engagement wider, lokale Landwirte durch den Zugang zu Ressourcen, Fähigkeiten und nachhaltigen landwirtschaftlichen Praktiken zu stärken. Indem wir Menschen wie Dil Bahadur unterstützen, stärken wir Wirtschaftswachstum, ökologische Nachhaltigkeit und die Widerstandsfähigkeit der Gemeinschaft.
Wir freuen uns auf den Erfolg seiner Imkerei und freuen uns auf den weiteren Weg

Auf unserer Projektreise durften wir alle den frischen Honig direkt aus der Wabe verkosten
März 2026
In Lamidada verbesserten Toiletten und Wasserzapfstellen die Lebensqualität. Eine Sicherheitstreppe am steilen Abhang verhinderte weitere Todesfälle. Für die Zukunft wurden Ziegen- und Büffelzucht geplant, da auf Grund des steilen Geländes die Anbauflächen äußerst begrenzt sind.
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April 2025
Rauchfreie Öfen wurden in Phuttedhunga verteilt. Die Öfen wurden von der kleinen Firma gebaut, die Mithilfe von Carisimo Geldern gegründet wurde.
Dezember 2024
Papierproduktion in Tripurasundari Municipality
Oktober 2023
Schulung zum Thema Schädlingsmanagement/Hofdünger (IPM/FYM) und praktische Umsetzung des Biopestizids (Trommelverteilung) und des Solarisierungsprozesses der Bodenbehandlung in der ländlichen Gemeinde Tripurasundari -1, Ghorthali Jirel Tole
HILFE ZUR SELBSTHILFE
DORFENTWICKLUNG BEI DEN THAMI IM DISTRIKT SINDHUPALCHOWK
Die Thami sind ein kleiner indigener Volksstamm, mit eigener Sprache und Kultur, die wir im Frühjahr 2017 kennenlernen durften. Wir waren beeindruckt von ihrer Freundlichkeit und betroffen von deren offensichtlicher Armut.
Ursprünglich wurde die Bitte nach einer Schule (siehe "Schule in den Bergen") an uns gerichtet, aber sehr bald war klar, dass dies nur ein Bestandteil unseres Dorfentwicklungsprojekts sein kann.
Nicht nur gab es 2017 in Bhumethan Anzeichen von Mangelernährung, die Wohnsituation war – noch 2 Jahre nach dem Erdbeben – sehr bedrückend. Für die 14 ärmsten Familien hat Carisimo Häuser gebaut.
Auch wenn wir nicht alle Dorfbewohner unterstützen konnten, war die Begeisterung bei den Begünstigten groß.
KE GARNE? – WIE GEHEN WIR VOR?
के गर्ने - KE GARNE?
übersetzt - WAS TUN JETZT!
Ist die meist benutzte Redensart der Nepali in allen Lebensfragen.
WIR STARTEN MIT ISARD
Im Gespräch mit Teilnehmern des Projekts war es beeindruckend, zu sehen, wie selbstbewusst sie waren und welch präzise Angaben sie über Einkommen und Hauskredite geben konnten.
Bericht über das Landwirtschaftsprojekt in Lapse/ Sindhupalchowk und Hintergründe über die Thami- Gesellschaft.
ISARD arbeitet bereits seit 1991 in der Region Sindhupalchowk, in deren Dörfern die Menschen unter sehr armen Bedingungen leben.
Durch Schulungen der Bevölkerung in nachhaltiger Landwirtschaft und umweltfreundlichem Handeln wurden die Einkommen der betreuten Haushalte deutlich verbessert.
Durch dieses Wissen können nun auch unsere Dörfer profitieren.
Mit ISARD starten wir einen neuen Ansatz:
Nachhaltige Dorfentwicklung mit Hilfe eines Social Mobilizers, eines Sozialarbeiters, um die Grundlagen für eine Zusammenarbeit zu schaffen. Durch geschicktes Zuhören und Reflektieren über Jahre begleitet er die Dorfgemeinschaft und fördert eine positive Entwicklung:
Begonnen bei den Klugen, Geschickten und Wissbegierigen, weiter in die breite Mitte, bis auch die Schwachen von der Dynamik erfasst werden.
Ein langwieriger Prozess, der sich kaum beschleunigen lässt. Die Ergebnisse, die wir gesehen haben, sind jedoch beeindruckend. Innerhalb von kurzer Zeit sind die Dörfer aufgeräumter, die Menschen gepflegter und haben aufgrund neuer Perspektiven ihren Alkoholkonsum eingeschränkt.
Themen für die Zukunft werden sein:
Verhalten bei Behörden, Gleichberechtigung, Ernährung, Familienplanung, Gruppendynamik, Umweltschutz und vieles mehr.
Unterstützend erfolgen Ausflüge in bereits entwickelte Projektdörfer, um den Austausch und die Diskussion mit erfahrenen Bauern zu ermöglichen.
Die Erfahrung zeigte, dass der Austausch mit Gleichgesinnten oft mehr bewirkt als eine Schulung.
Der Kollege vom Social Mobilizer ist der JTA (Junior Technical Assistant), ein Agrarexperte, der anfangs dazu anregt, kleine Küchengärten anzulegen, in denen der tägliche Gemüsebedarf, wie z.B. Zwiebeln, Grüngemüse und Kohl angebaut wird. Hier ist der Erfolg mit wenig Aufwand schnell sichtbar und ermutigt die Menschen zu mehr.
Nach kurzer Zeit werden die vorhandenen Felder auf Feldfrüchte mit einem möglichst hohen Vermarktungswert umgestellt. Diese so genannten Cash Crops sind z.B. schwarzer Kardamom, Chili, Kaffee und Ingwer, aber auch der Anbau von Austern- und Shitakepilzen verspricht Gewinn. Durch den Verkauf Ihrer Waren sind die Familien langfristig autark und können notwendige Ausgaben, wie Schulgeld, selbst bestreiten.

Schwarzer Kardamom. Indische Großhändler holen die Ware direkt bei den Bauern ab.

Anbau von Austern- und Shitakepilzen

Die Projektbetreuung erfolgt durch unseren langjährigen Mitarbeiter in Nepal Gopy Dahal und die NGO ISARD, die dieses Vorgehen seit 1991 erprobt und weiterentwickelt.
Ein Beispiel für die positive Entwicklung ist das Dorf Latu (finanziert durch ICFON).
Wir besuchten das Dorf Latu, welches schon seit einigen Jahren keine Unterstützung mehr durch ISARD bekommt, da es sich inzwischen selbstständig weiterentwickelt.
Die Ausgangssituation war ähnlich wie in Bhumethan – die Bewohner sind größtenteils Thami und besitzen nur wenig Land.
Doch welch ein erfreulicher Unterschied zu Bhumethan – dabei liegt der Projektbeginn in Latu gerade mal 14 Jahre zurück!
Die Einkommenssituation in Latu ist erheblich besser als in Bhumethan. Gemüse-, Gewürzanbau und auch Pilzkulturen sichern den fleißigen Bewohnern von Latu einen gewissen Wohlstand.
Für neue Projekte generieren sie inzwischen eigene Gelder durch eine Dorf-Kooperative. Im Gemeindewald wird schwarzer Kardamom angebaut. Dies ist eine Win-win-Situation für alle, denn der Anbau von Kardamom, im Schatten der Bäume, ist sehr lukrativ und spült Geld in die Gemeindekasse. Da durch jeden gefällten Baum ca. 20 kostbare Kardamom-Pflanzen eingehen, fällen die Bewohner nun auch nicht mehr unkontrolliert wichtige Bäume.
Im Rahmen des ISARD/Carisimo-Projekts werden auch finanzielle Mittel für Mikrokredite und Mikrofinanzierungen bereitgestellt.
Die Durchführung erfolgt über die ISARD-Landwirtschaftsgenossenschaft, welche auch die Rückzahlungen der Kredite überwacht. Infrastrukturprojekte, wie z.B. Bewässerungsanlagen, müssen nicht zurückgezahlt werden, da hier auch die Eigenleistung der Bevölkerung gefordert wird.
Ein wichtiger „Nebeneffekt“ ist, dass die Rolle der Frau in diesen Gesellschaften durch unsere Projekte gestärkt wird. Viele Männer verlassen das Land, um in arabischen Ländern vermeintlich „viel“ Geld zu verdienen. Sie fehlen jedoch in den Dörfern. Durch die Schulungen von ISARD Social Mobilizern und Junior Technical Assistants sind so die Frauen in der Lage, selber Landwirtschaft zu betreiben und damit Einkommen zu erwirtschaften, und vielleicht gibt das auch den Männern neue Perspektiven.

Beim Fotos sortieren habe ich ein interessantes Video der letzten Reise gefunden. Hier erklärt der Shamane ein wenig über den Glauben der Thami.
Ab Sekunde 35 übersetzt Dhan... also ein kleines bißchen Geduld.
Alle Fotos Carisimo, wenn nicht anders beschriftet
Carisimo e. V.
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81241 München
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Registergericht: Finanzamt München für Körperschaften